Stifterprojekte

Mensch und Tier

Stifter schaffen Verbindung zwischen Menschen und Tieren

Mit unseren Mensch-Tier-Projekten möchten wir helfen, Projekte zu initiieren und zu begleiten, die Begegnungen zwischen benachteiligten, bedürftigen, alten und psychisch belasteten Menschen und Tieren ermöglichen.

Wir wissen aus der Tiergestützten Therapie und Pädagogik, dass die Arbeit mit Tieren Krankheitssymptome lindern und Heilung beschleunigen kann. Tiergestützte Aktivitäten wie besipielsweise Tierbesuchsdienste in Altersheimen verbessern die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und stiften Lebensfreude. Projekte mit Tieren können auch dazu dienen, soziale Kompetenzen zu erlernen oder Barrieren zu durchbrechen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder psychisch kranken Menschen.

Gleichzeitig möchten wir den achtsamen Umgang mit Tieren fördern und dadurch einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten. So gibt der Tierhof Arche Noah im Remseck alten und ausgesetzten Tieren ein zu Hause und sorgt für artgerechte Tierhaltung. 

Wie tierische Helfer Menschen in Not unterstützen

Kommst Du aus Stuttgart? – Nein, ich komme aus dem Irak.

ein Junge hält ein Meerschweinchen im  Arm

Das waren die Antwort, die wir von einem kleinen Jungen bekamen, der auf dem Tierhof "Arche Noah" in Remseck ganz entzückt ein Meerschweinchen streichelte. Jeden Dienstag erleben Flüchtlingskinder im Alter von 8 bis 12 Jahren zwei Stunden Auszeit mit den Tieren aus dem Tierhof.

Die Begeisterung der Kinder war groß, als sie das erste Mal den Tierhof besuchten. Sie durften Hasen und Meerschweinchen sowie die neuen weißen Hühner beim Scharren beobachten. Am Ende des Nachmittags hatten die Hühner und die Kinder schon eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. Die Hühner haben den Kindern die Körner aus der Hand gepickt. Dazu gehört eine Menge Mut, den einige Kinder unter Beweis stellten. Nach den ersten aufregenden Erlebnissen waren sich alle Kinder einig, als sie am Ende mit Stolz vom Platz gingen: "Wir kommen auf jeden Fall wieder!"
 
Die wöchentlichen Stunden der sogenannten "tiergestützten" Arbeit auf dem Tierhof werden von der Mensch-Tier-Beauftragten des Caritasverbands, Heike Gerlach, pädagogisch und fachlich durchgeführt und von der Caritas Stiftung gefördert. Sie sind wichtige Stunden der Auszeit für die Flüchtlingskinder. Viele von ihnen haben oft traumatische Erlebnisse hinter sich und können auf dem Tierhof unbeschwerte Stunden verbringen, Kind sein und dabei viele positive Erfahrungen machen, die sie für ihren Alltag stärken.

Des Menschen treuester Freund unterstützt Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

Hund

Vor allem für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung zählen Hunde zu wichtigen Bezugspartnern. Sie vertrauen sich ihnen an und erfahren von ihnen die emotionale Wärme und Nähe, die ihnen von Menschen häufig verwehrt wird. Suchterkrankte Menschen suchen häufig Unterstützung bei Hunden, die sie als zuverlässige Begleiter erfahren. Gleichzeitig fällt es ihnen jedoch nicht immer leicht, die Hunde auch entsprechend zu erziehen.
 
Deshalb führte der Bereich Suchthilfe mit des Caritasverbands, unterstützt von der Caritas Stiftung gemeinsam mit einer Hundetrainerin, im vergangenen Jahr Schulungen für Klienten mit ihren Hunden durch. Die Hundebesitzerinnen und -besitzer lernten dabei das Verständnis für die Bedürfnisse des Hundes sowie Konsequenz, Strenge aber auch Lob. Ein wichtiger Faktor war auch die Struktur, die sie den Tieren geben müssen und der ihnen selbst im Alltag hilft. Gleichzeitig wirken sich lange Spaziergänge mit den Hunden sowie der Kontakt zu anderen Tierhaltern positiv auf die Gesundheit aus - auch das war für viele ein wichtiger Lernfaktor.

 

Kleintiere im Wohnheim St. Elisabeth

Im Wohnheim St. Elisabeth in Stuttgart-Rot, einer Einrichtung der Behindertenhilfe, förderte die Caritas Stiftung im vergangenen Jahr die Begegnung von Mensch und Tier.

Dabei konnten die Bewohnerinnen und Bewohner entweder in der Gruppe oder auch ganz individuell engen Kontakt mit Kleintieren halten, die auch auf dem Gelände leben. Sie konnten die Tiere streicheln, füttern und auch bürsten. Einige Bewohner waren selbst in die Versorgung der Tiere eingebunden und übernahmen z.B. Futterdienste oder waren in die Reinigung der Gehege eingebunden.

Den Bewohnern bereitet die Arbeit mit den Tieren sehr viel Freude. Es ist für sie ein Highlight im Alltag und zeigt die Wichtigkeit des Angebots. 

Marie und Buba – die tierischen Helfer in St. Vinzenz

zwei Hunde sitzen in einem Leiterwagen

Unterstützt hat unseren Kauf die Caritas Gemeinschafts-Stiftung, die Caritas Schwarzwald-Gäu und die Veronika-Stiftung. 

Tagsüber arbeiten wir mit unseren Frauchen im Pflegezentrum, im Moment noch in der Verwaltung. Wir sind zuständig für die gute Atmosphäre im Haus und sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Bewohnerinnen und Bewohner da. Aber erst einmal müssen wir jede Menge lernen!

Als wir letzten Oktober ankamen, durften wir gleich für drei Monate in die Welpenschule. Dort haben wir vornehmlich gelernt, wie man mit anderen Hunden spielt. Wir müssen nämlich lieb sein, wenn wir andere Hunde sehen, ansonsten wird es für unsere Frauchen und später dann auch für unsere Bewohner schwierig, mit uns Gassi zu gehen.

Und bald gehen wir wieder in die Schule, um zu lernen, wie wir ruhig "Sitz", "Platz" und "Bleib" machen können. Das muss jeder Hund können und ganz besonders wir. Denn bald dürfen wir den überwiegend psychisch kranken Bewohnern viel Freude bereiten. Wir freuen uns schon ganz arg auf unseren neuen Job.

 

Unsere aktuelle Kampagne

 

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Bewegung tut jedem gut

ein Mann hält einen Reifen, durch den ein Hund springt

Die Muskeln bauen ab, die Energie wird nicht mehr abgebaut, und es kommt zur Gewichtszunahme. Vor allem ältere Menschen brauchen manchmal einen Schupps. Und Kelly, der Therapiehund von Frau Heike Gerlach, kann das gut: Menschen in die Bewegung schupsen.

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Schmusestunde mit Kelly

zwei Frauen und ein Hund kuschelnEin bisschen schmusen mit Kelly.Caritas Gemeinschafts-Stiftung

So macht das Alter doch Spaß: Was Sinnvolles gemacht, sich gebraucht gefühlt und vor allem viel Liebe von Kelly bekommen.

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