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Stand: 24.11.2016

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Neubau von Kirche und Senioreneinrichtung

Auf dem Gebiet der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Maria Vianney in Mönchfeld entstehen in den nächsten Jahren eine neue Kirche sowie eine Wohnanlage für Senioren. Ein Preisgericht hat jetzt den Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Ackermann & Raff mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die katholische Kirche investiert 2,5 Millionen Euro in die neue Kirche mit Gemeindezentrum, die Caritas-Gemeinschafsstiftung in Kooperation mit der Grötzinger-Stiftung rund 15 Millionen Euro in eine Wohnanlage für Senioren. Geplanter Baubeginn ist Ende 2019/Anfang 2020.

ModellKirche und Senioreneinrichtung werden neu gebaut / Katholische Kirche und zwei Stiftungen investieren 17,5 MillionenCaritas

Wird der Siegerentwurf des Büros Ackermann & Raff umgesetzt, so entstehen auf dem Gelände der katholischen Gemeinde eine Kirche mit Gemeindezentrum sowie in unmittelbarer Nachbarschaft drei Wohnhäuser für Senioren mit bis zu acht Geschossen. Die drei Neubauten der Caritas-Gemeinschaftsstiftung sehen insgesamt 60 altersgerecht ausgebaute Wohnungen vor. Entstehen sollen außerdem ein Gesundheitszentrum für ältere Menschen sowie eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen. Um die Neubauten möglich zu machen, muss die katholische Kirche St. Johannes Maria Vianney abgerissen werden. Als sichtbares Zeichen wird der Kirchturm stehen bleiben. Dort, wo sich jetzt die alte Kirche befindet, wird ein neuer Sakralbau entstehen, der sich in seiner Bauweise deutlich von der übrigen Wohnanlage abhebt. Die neue Kirche wird allerdings deutlich kleiner ausfallen als die alte und damit die Bedürfnisse der Kirchengemeinde besser erfüllen. An die Kirche angebaut sind Gemeinderäume und das Pfarramt. Die Gemeinde bekommt auch eine neue, mit vier Gruppen deutlich größere Kindertagesstätte, die in einem der drei Wohnhäuser vorgesehen ist.

Das Projekt in Mönchfeld ist möglich, weil sich die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Maria Vianney, das Stadtdekanat und zwei Stiftungen zusammengetan haben. Die Kirchengemeinde verkauft einen großen Teil des Grundstückes an die Grötzinger-Stiftung, die dieses wiederum der Caritas überlassen wird. Die Senioren-Wohnanlage wird anschließend von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung gebaut und von der Grötzinger Stiftung mit finanziert.  Das Preisgericht hat sich einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros Ackermann & Raff entschieden. In dem Wettbewerb gewertet wurden insgesamt 17 Arbeiten. "Der Siegerentwurf überzeugt durch seine hochwertige Architektur sowohl im Bereich von Kirche und Gemeinderäumen als auch im Bereich des Seniorenwohnens", kommentiert der katholische Stadtdekan Christian Hermes die Entscheidung des Preisgerichts. Überzeugt habe auch die städtebauliche und landschaftsarchitektonische Gestaltung. Die Erwartung, die Kirche als wertigen Sakralraum hervorzuheben und zugleich die sozialen Nutzungen der Kindertagesstätte und des Seniorenwohnens integrativ damit zu verbinden, entspreche genau dem pastoralen Konzept von der "Kirche in der Stadt und für die Stadt". "Wir sind der Grötzinger-Stiftung  sehr, sehr dankbar, dass sie dieses Projekt so großherzig und wohlwollend unterstützt", so der Stadtdekan.  Der Neubau der Kirche St. Johannes Vianney in Verbindung mit der Senioren-Wohnanlage ist ein Ergebnis des Prozesses "Aufbrechen" der katholischen Kirche in Stuttgart.

Zufrieden zeigt sich auch Martina Siegl, die zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Johannes Maria Vianney, die jetzt auf eine möglichst rasche Umsetzung hofft: "Durch die  Neubauten werden wir als katholische Kirche im Stadtteil Mönchfeld sehr viel präsenter sein." Wichtig sei auch, dass die Kirche schon auf den ersten Blick als Sakralbau zu erkennen sei und dass die Gemeinde die Möglichkeit haben werde, den Kircheninnenraum hin zu den Gemeinderäumen zu öffnen. "Das gibt uns sehr viel mehr Flexibilität als wir bisher haben", sagt die 51-jährige.

Für die Caritas Stuttgart eröffnet das Projekt in Mönchfeld ebenfalls neue Perspektiven. "Durch die Nähe zu dem Pflegeheim St. Ulrich ergeben sich viele Synergien", ist Heinz Wolf, der geschäftsführende Vorstand der Caritas-Gemeinschaftsstiftung überzeugt. Den Senioren solle die Möglichkeit geboten werden, in ihrer Wohnung zu bleiben, unabhängig davon, wie viel Betreuung oder Pflege sie brauchen. Die geplante Wohnanlage ist das bisher größte Sozialprojekt sowohl der Caritas-Gemeinschaftsstiftung als auch der Stiftung des Ehepaars Heinz und Ursula Grötzinger. Für die 76 Jahre alte Stifterin Ursula Grötzinger ist der Bau der Senioren-Wohnanlage das Lebenswerk, das sie in Erinnerung an ihren verstorbenen Mann mit viel Herzblut begleitet. Ursula Grötzinger ist es wichtig, von dem, was sie und ihr Mann sich aufgebaut und erreicht haben, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben - ohne dabei selbst allzu sehr in der Öffentlichkeit zu stehen. "Mein Mann und ich hatten immer den Wunsch, etwas Bleibendes zu hinterlassen." Sie hofft jetzt, dass die Pläne zügig umgesetzt werden können. "Ich möchte die Einweihung schließlich noch erleben."

Der Zeitplan sieht den Abriss der Kirche St. Johannes Maria Vianney Ende des Jahres 2019, Anfang 2020 vor, danach soll unmittelbar mit den Neubauten begonnen werden. Fertigstellung wäre dann 2022/2013.

 

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